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Referenzprojekt 7:

Behandlung von Trink- und Brauchwasser


Gerus (1999-2001)

Bei der Behandlung von Trink- und Brauchwasser kann anstelle von Zugabe an Desinfektionsmitteln auch auf eine elektrolytische Reinigung des Wassers gesetzt werden. Dabei wird durch eine einfache Elektrolyse das nötige Chlor/Hypochlorit aus den vorhandenen Salzen im Wasser erzeugt.

Weil sich dabei auf der Kathode Wasserstoff entwickelt, der sich in Rohrleitungen ansammelt, ist dieses Verfahren nicht ganz unproblematisch. Das Problem kann nur mit Hilfe einer so genannten "Sauerstoffpumpe" umgangen werden.

Anstelle des wasserstoffentwickelnden Bleches wird eine Gasdiffusionselektrode als Sauerstoffverzehrelektrode eingesetzt. Diese verbraucht den Luftsauerstoff und bildet daraus Hydroxid-Ionen, die an der Entwicklungselektrode in Sauerstoff umgewandelt werden. Weil diese Elektroden während des Betriebes verkalken, muss die Zelle regelmäßig umgepolt werden. Dadurch wird in der sauren Umgebung während der Sauerstoffentwicklung Kalk abgebaut.

Wir entwickelten daher eine Kohlenstoffelektrode auf Titannetz, die reversibel arbeitet - die also als Sauerstoffelektrode sowohl für Brennstoffzellen als auch für Elektrolyseure eingesetzt werden kann. Dieses Ergebnis erreichten wir durch den Einsatz von porösen Graphitelektroden.



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